Essen und Einkaufen in Paris: Knigge-Tipps für Besucher von Paris, Frankreich

Niemand möchte als „hässlicher Amerikaner“ angesehen werden, wenn er ins Ausland reist, vor allem nicht in Paris, einer Stadt, deren Einheimische zu Unrecht in dem Ruf stehen, Ausländern gegenüber kühl zu sein. Die Pariser können zwar reserviert sein, aber wenn sich ein Besucher etwas Mühe gibt, diese Benimm-Tipps zu befolgen, wird er die Pariser als warmherzige und einladende Menschen erleben.

Wenn man vor einem Besuch in Paris nur eines gelernt hat, dann dies: dass die Pariser sehr höflich sind und erwarten, dass ihre Besucher ebenfalls höflich sind. Machen Sie sich mit den französischen Wörtern für „Hallo“, „Auf Wiedersehen“, „Bitte“ und „Danke“ vertraut: bonjour, au revoir, s’il vous plaît, und merci. Lernen Sie, sie einigermaßen korrekt auszusprechen, bevor Sie nach Paris aufbrechen, und verwenden Sie sie während Ihrer Reise häufig.

Knigge-Tipps zum Einkaufen in Paris

Viele Geschäfte in Paris sind kleine, intime Räume, und die Pariser betrachten sie fast als eine Erweiterung ihres Zuhauses. Ihre Geschäfte sind kleiner und „privater“ als die riesigen „öffentlichen“ Geschäfte, die man in den USA häufig findet. Aus diesem Grund gilt es als unhöflich, ein Geschäft zu betreten und in den Waren zu stöbern, ohne den Ladenbesitzer vorher zu grüßen. Ein einfaches „Bonjour“, wenn es tagsüber ist, oder „Bonsoir“, wenn es abends ist, reicht aus. Um noch höflicher zu sein, fügen Sie dem Gruß „Monsieur“, „Madame“ oder „Mademoiselle“ hinzu. „Mademoiselle“ wird nur für junge, unverheiratete Frauen verwendet. Im Zweifelsfall ist es am besten, „Madame“ zu sagen. Bevor Sie eine Ware anfassen, sollten Sie den Ladenbesitzer um Erlaubnis fragen. Fragen Sie dazu einfach: „Puis-je toucher?“ Das bedeutet „Darf ich anfassen?“, und diese kleine Floskel trägt viel dazu bei, dass ein Besucher bei einem Ladenbesitzer beliebt ist. Vergessen Sie nicht, auch „Au revoir“ zu sagen, um sich von dem Ladenbesitzer zu verabschieden.

Knigge-Tipps für ein Essen in Paris

Die Einhaltung der Etikette wird noch wichtiger, wenn man in einem französischen Restaurant speist. Die französische Etikette unterscheidet sich ein wenig von dem, was die meisten Amerikaner gewohnt sind. Erstens wird Kaffee immer nach dem Dessert bestellt, nicht dazu, und es sollte ein einfacher Café sein (ähnlich wie Espresso). Cappuccino, Milchkaffee und Café Crème werden in der Regel nur vor dem Mittag bestellt. Während des Essens sollten beide Handgelenke bequem auf dem Tisch ruhen, nicht im Schoß. Es gilt als unhöflich, die Hände während des Essens so zu halten, dass man sie nicht sehen kann.

Franzosen essen normalerweise mit einem Messer in der rechten und einer Gabel in der linken Hand. Das Essen wird mit der Gabel aufgespießt und mit der linken Hand zum Mund geführt. Sie wechseln die Gabel nicht in die rechte Hand, um das Essen zum Mund zu führen. Es ist zwar kein Verstoß gegen die Etikette, nach amerikanischer Art zu essen, aber es sieht für viele Franzosen etwas seltsam aus, und ein Gast, der auf diese Weise isst, kann von einem Franzosen beobachtet werden. Brot wird fast immer zu den Mahlzeiten serviert, aber es gibt keine Brotteller auf dem Tisch. Stattdessen wird das Brot direkt auf das Tischtuch gelegt. Auch Butter wird in Restaurants selten gereicht, da die meisten Menschen ihr Brot lieber pur essen.

Am Ende des Essens muss der Gast nach der Rechnung fragen. Viele Amerikaner werden ungeduldig, zappeln in ihren Stühlen und fragen sich, wann der Kellner ihnen die Rechnung bringen wird. In Frankreich gilt es als unhöflich, wenn der Kellner die Rechnung bringt, bevor er sie angefordert hat. Sie wollen nicht, dass sich der Gast in irgendeiner Weise gehetzt fühlt. Wenn ein Gast also nicht darum bittet, dass ihm die Rechnung gebracht wird, kann er sehr lange warten. Wenn es an der Zeit ist zu gehen, sollten Sie die Aufmerksamkeit des Kellners auf sich ziehen (bitte nicht mit den Fingern schnippen!). Ein einfacher Augenkontakt oder ein leichtes Winken mit der Hand genügt) und sagen Sie „l’addition, s’il vous plaît“ – das bedeutet „die Rechnung, bitte“.

Trinkgeld in Paris

Ob man Trinkgeld gibt oder nicht, liegt im Ermessen des Gastes. Trinkgeld für guten Service gilt als höflich, aber da die Pariser Kellner nicht auf Trinkgeld angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, ist der Betrag, der gegeben wird, in der Regel viel niedriger als die in den USA üblichen 15-20 %. Wenn man Trinkgeld geben möchte, reichen 5-10 % aus, oder man lässt einfach das Kleingeld übrig, das beim Bezahlen der Rechnung anfällt.

Einfache französische Redewendungen lernen

Schließlich ist es eine gute Idee, vor einem Besuch in Paris ein paar Grundkenntnisse der französischen Sprache zu erlernen. Selbst ein einfacher Satz wie „Es tut mir leid, ich spreche kein Französisch – sprechen Sie Englisch?“ wird dazu beitragen, den Urlaub in Paris angenehmer zu gestalten. Um diesen Satz auf Französisch zu sagen, sagen Sie: „Je suis désolé, je ne parle pas francais – parlez-vous anglais?“ Um zu lernen, wie man die verschiedenen in diesem Artikel aufgeführten Wörter und Ausdrücke ausspricht, bietet AT&T ein kostenloses Online-Tool an. Geben Sie einfach den französischen Satz ein und wählen Sie Alain oder Juliette als Sprecher aus der Pulldown-Liste aus. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche „Sprechen“, um den Satz so zu hören, wie er ausgesprochen werden sollte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.